27.02.2021
Regierungsfraktionen fordern mehr Transparenz bei Einsatz und Verbrauch von Palmöl

Schokoladenbrotaufstrich, Schokolade, andere Süßigkeiten, Kerzen oder Waschmittel - nahezu überall steckt #palmöl drin. Schaut Euch mal das Kleingedruckte auf den Verpackungen an und achtet auch beim nächsten Einkauf darauf! Für Mensch, Klima, Umwelt ist es wichtig, regional erzeugte Alternativen einzusetzen. Mit einem gemeinsamen Antrag von FW/CSU im Umwelt- und Verbraucherschutzausschuss des Bayerischen Landtags, dem alle Fraktionen zugestimmt haben, wollen wir Bericht der Staatsregierung der dann aufzeigt, woher Palmöl importiert wird, unter welchen Bedingungen es dort angebaut wird, wie in Bayern die Anwendung reduziert werden kann, welche heimischen Alternativen es gibt.

Hans Friedl, verbraucherschutzpolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion, zum Antrag von FREIEN WÄHLERN und CSU betreffs des Einsatzes und Verbrauchs von Palmöl in Deutschland und Bayern im Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz:

„Wir FREIE WÄHLER im Bayerischen Landtag wollen uns mehr Klarheit darüber verschaffen, welche Mengen an Palmöl nach Bayern importiert und wozu diese verarbeitet werden. Denn Palmöl ist ein höchst umstrittener Rohstoff, der in einer kaum überschaubaren Anzahl von Lebensmitteln und anderen Produkten vorkommt – etwa in Chemie-, Wasch- und Reinigungsmitteln. Der Anbau von Ölpalmen ist jedoch mit starken ökologischen Folgen für die produzierenden Regionen verbunden; Tropenwaldflächen werden großflächig abgeholzt. Auf diese Weise verlieren zahlreiche, bereits bedrohte Arten ihren Lebensraum. Zudem werden bei der Brandrodung Gase freigesetzt, die sich negativ auf unser Klima auswirken. Auch für Konsumenten ist der Verbrauch von Palmöl nicht unbedenklich: Bei der Verarbeitung kann es im Vergleich zu anderen Pflanzenölen zu einer erhöhten Konzentration bestimmter Fettschadstoffe kommen. Diese sind häufig krebserregend. Befragungen der Verbraucherzentrale Bayern haben gezeigt, dass sich Hersteller der Problematik palmölhaltiger Lebensmittel zwar bewusst sind, der Verzicht aus ihrer Sicht allerdings nicht möglich ist. Damit sowohl die klimarelevanten Begleitschäden als auch die gesundheitlichen Nachteile weitestgehend beseitigt werden können, liegt es uns FREIEN WÄHLERN im Landtag sehr am Herzen, die Anwendung von Palmöl zu reduzieren und durch regional erzeugte Alternativen zu ersetzen.“