Offener Brief eines Allinger Bürgers an den Bürgermeister

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                             Offener Brief an den 1. Bürgermeister der Gemeinde Alling

 

NA : – Süddeutsche Zeitung – Lokalredaktion Fürstenfeldbruck

         – Münchner Merkur – Fürstenfeldbrucker Tagblatt

         – an alle Bürgerinnen und Bürger in Alling

 

Künftige Wasserversorgung in Alling

                                                 J`accuse ( I c h   k l a g e an )

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

am 23.02.2016 hatte ich die Gelegenheit, als Zuhörer an einer Gemeinderatssitzung, u.a. zum Thema „Künftige Organisation der gemeindlichen Wasserversorgung“ teilzunehmen.

Auf Antrag von Gemeinderat Friedl sollte der Beschluss vom 17.11.2015 erneut diskutiert werden, weil damals der Beschluss etwas „unglücklich“ zustande gekommen sei. Auf den Einwand von Herrn Friedl, der Beschluss vom 17.11.2015 sei kein Antrag sondern die Entscheidung für den Beitritt der Gemeinde Alling zum Wasserzweckverband der Ampergruppe (WVA) gewesen, wurde ihm von Bürgermeister Röder und vom Finanzreferenten Dejako folgendes erklärt: „der Beschluss sei keine Entscheidung, sondern nur ein Antrag auf einen möglichen Beitritt gewesen, damit man die näheren Umstände eines Beitrittes beraten könne. Herr Friedl widersprach dem unter Hinweis auf den Text des Beschlusses.

Am 24.02.2016 erhielten alle Haushalte in Alling das neue Mitteilungsblatt der Gemeinde (No. 200).

Auf Seite 6 wurden die Bürgerinnen und Bürger über die künftige Wasserversorgung in Alling informiert und vor vollendete Tatsachen gestellt. Zugleich wurde bestätigt, dass ab 1. Januar 2017 Alling dem WVA als vollwertiges Mitglied gemäß dem Beschluss vom 17.11.2015 beitreten werde. Vielleicht muß sich ein Politiker so sibyllinisch ausdrücken, aber er sollte dabei doch noch bei der Wahrheit bleiben. – Aber Herr Bürgermeister Röder ist natürlich ein ehrenwerter Mann (was auch für Herrn Dejako gilt) beide würden das Volk niemals belügen!

Wenn es nicht mit so schlechten Erinnerungen behaftet wäre, könnte man auch sagen: “ Niemand hat die Absicht, dem WVA beizutreten“ – oder das gute Allinger Wasser gegen ein erwiesenermaßen schlechteres Wasser einzutauschen.

Im o.a. Mitteilungsblatt werden als „Vorteile“ aufgeführt: “ die Qualität des Wassers bleibt wie bisher gleich, das Wasser wird aus den gleichen Brunnen gefördert“.

Dazu ist anzumerken:

Herr Jung, der Vorsitzende des Zweckverbandes, hat in einem Leserbrief zu diesem Thema ausgeführt: „… falls die Gemeinde Mitglied beim WVA wird, wird Alling auf Sicht über den eigenen Brunnen, bzw. die vorhandenen Versorgungsanlagen mit Trinkwasser beliefert.“

Mittelfristig ist beabsichtigt, die Gemeinde Alling an das Versorgungsnetz des WVA anzuschließen.“

Nun sind die Begriffe “ auf Sicht“ und „mittelfristig“ unbestimmte Rechtsbegriffe, die aber eine gewisse Zeitspanne bedeuten können, auf Sicht bedeutet überlicherweise eine Zeitspanne von täglich bis zu zwei Jahren und mittelfristig schließt in der Regel einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren ein.

Keinesfalls bedeuten diese Begriffe aber eine Dauerhaftigkeit!

Warum also diese Verschleierungstaktik gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern?

Warum werden die wahren Gründe für den vorgesehenen Wechsel nicht öffentlich gemacht?

Warum werden die Bürgerinnen und Bürger in Alling nicht vor einer solchen grundlegenden Entscheidung informiert und befragt?

Warum gibt der Gemeinderat seine Handlungsfähigkeit zum Nachteil der Bevölkerung aus der Hand?

Es muß alles auf den Tisch!!

Wasser ist lebensnotwendig, auch für Alling. Es sind die Grundressourcen einer Gemeinde!

Mit freundlichen Grüßen

 

(Albert Mögn) Roßfeldstraße 38, 82239 Alling                               25.02.2016