Wenn die Biene von der Erde verschwindet hat der Mensch nur noch 4 Jahre zu leben (Albert Einstein)

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Bienen schützen-Landwirtschaft stärken!
Mit über 80 interessierten Zuhörern stieß der Saal in der Gaststätte „Essraum“ in Gernlinden an seine Kapazitätsgrenze . Die Organisatoren Hans Friedl und Gottfried Obermair waren überwältigt von dem riesigen Interesse an ihrer Veranstaltung. Hans Friedl eröffnete die Veranstaltung mit einem Satz von Albert Einstein: ,,Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben“, MITEINANDER statt ÜBEREINANDER reden, so die Devise, die der Landtagskandidat und Kreisvorsitzende von Fürstenfeldbruck, Hans Friedl, während der gesamten Veranstaltung immer wieder in den Vordergrund stellte. Friedl hob hervor, dass das MITEINANDER zwischen Verbrauchern, Landwirten und Imkern immer bedeutsamer wird. Es muss vor allem immer wieder das Bewusstsein geschärft werden, dass Bienen nicht nur als Honiglieferant, sondern vor allem für das ganze Ökosystem von elementarer Bedeutung sind. Im Rahmen der GAP 2020 Verhandlungen zur europäischen Agrarpolitik müsse die Imkerei verstärkt berücksichtigt werden. Große Gefahren für die Bienen sind die Varroamilbe, Neonicotinoide in der Landwirtschaft, der Klimawandel, aber auch der Pestizideinsatz neben der Landwirtschaft in Hausgärten und an Eisenbahnstrecken (die Bahn ist der größte Verbraucher von Glyphosat). Besonders fatal: die Neonics wirken bei Bienen wie das Nikotin bei einem süchtigen Raucher: die Bienen scheinen die damit behandelten Pflanzen verstärkt anzufliegen, verlieren ihre Orientierung, ihre Lernfähigkeit leidet, sie sterben früher. Der Imker und Biolandwirt Karl Schwojer erläuterte aus Sicht der Imkerei und der Kreisobmann des Bauernverbandes Georg Huber aus Sicht der Landwirtschaft ihre Erfahrungen in der Praxis und was verbessert werden kann. Beide machten deutlich, dass viele Landwirte längst aktiv Bienenschutz betreiben, aber die Bevölkerung noch intensiver aufgeklärt werden muss, dass sie es letztendlich als Verbraucher selbst in der Hand haben. Bevor Prof. Dr. Michael Piazolo MdL zur Diskussion einlud, stellte Nikolaus Kraus MdL seine Positionierung als Landtagsabgeordneter dar. Die rege Diskussion und das große Interesse zeigten ganz deutlich: „MITEINANDER statt ÜBEREINANDER REDEN – WICHTIGER DENN JE“! Fazit: wir alle können etwas für die Insekten tun! In unseren Gärten können wir für mehr Blütenvielfalt sorgen und Trinkmöglichkeiten anbieten. Die Gemeinden können z.B. die Kreisverkehre bienenfreundlich gestalten und Gras mit Wildblumen ansäen. Bezirksrat und Bürgermeister von Emmering, Dr. Michael Schanderl, wies daraufhin, dass dies in seiner Gemeinde bereits so praktiziert werde. Wenn mal einmal weniger gemäht wird, ist das nicht, weil „der Bauhof geschlampert und faul sei“, sondern um den Insekten Nahrung zu bieten.

Es geht auch anders! MITEINANDER geht`s BESSER!