„Verloren haben somit die Bürger“ – PM 16.05.2018

Verlorene Abstimmung im Gemeinderat

Hans Friedl, Fraktionsvorsitzender der Dorfgemeinschaft Alling FREIE WÄHLER, ist mit einem Antrag zur Tagesordnung/Geschäftsordnung im Allinger Gemeinderat gegen die Stimmen von CSU, SPD, DG-Biburg und BsA gescheitert, den Tagesordnungspunkt 9 „Gemeindliche Wasserversorgung – Erneuerung des Rohrnetzes“ abzusetzen.

Grund für den Antrag von Landtagskandidat Hans Friedl war die von der Gemeinde beabsichtigte Komplettsanierung des Rohrnetzes innerhalb von 6-7 Jahren. Gerade in Zeiten der boomenden Baukonjunktur mit massiv gestiegenen Baukosten ein WAHNSINN! Andere Gemeinden im Landkreis stellen Bauvorhaben wegen Kostenexplosion deshalb zurück! Um die Sanierung – in dieser Größenordnung muss dann europaweit ausgeschrieben werden – zu finanzieren, sollen nun die Bürger in Form einer sozial kaum gerecht zu gestaltenden Erneuerungsabgabe daran beteiligt werden. Hans Friedl, bekennender Gegner weiterer Belastungen (STRABS) der Bürger, wollte erreichen, dass der vorhandene Sanierungsstau beim Rohrleitungsnetz für die Bürger kostenneutral abgebaut wird. Bevor eine solche Entscheidung im Allinger Gemeinderat gefällt werden könne, so Hans Friedl, sollte man sich alternative Finanzierungskonzepte anschauen. Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel Kottgeisering. Dort wird das Rohrnetz priorisiert saniert und das Vorhaben über nur leicht gestiegene Wasserpreise und aus dem allgemeinen Haushalt finanziert, führte Hans Friedl aus. Der Allinger Bürgermeister möge sich doch bei seiner dortigen Kollegin befragen. Zudem könnte ein anerkannter Wasserexperte aus dem Bereich der Münchener Wasserversorgung mit an Bord geholt werden, um die Planung der Sanierung zu begleiten.

„Verloren haben somit die Bürger“ so Hans Friedl zum Schluss.